Güllemanagement Tierhaltung Pflanzen- & Ackerbau
BioAktiv
Kreislauf-System

BioAktiv

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Wir unterstützen Landwirte mit biologisch wirksamen Lösungen, die Ökologie und Wirtschaftlichkeit vereinen. Seit über 30 Jahren – vom Boden bis zum Tierwohl.

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BioAktiv bietet Ihnen Werkzeuge an, um natürliche Prozesse zu optimieren, Nährstoffe besser nutzbar zu machen und die Vitalität Ihrer Bestände nachhaltig zu sichern.

Mitarbeiter von BioAktiv im Feld bei der Pflanzenkontrolle als Symbol für praxisnahe Beratung und Landwirtschaft

Unsere Spezialgebiete für Ihren Betriebserfolg.

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BioAktiv verbindet Stall, Gülle und Boden zu einem natürlichen, geschlossenen System. Durch die Förderung positiver mikrobieller Prozesse werden Nährstoffe effizient im Kreislauf gehalten: Ausscheidungen aus dem Stall werden stabilisiert, in der Gülle optimal aufbereitet und im Boden pflanzenverfügbar gemacht. Dies reduziert Verluste, verbessert die Bodenfruchtbarkeit und steigert die Nachhaltigkeit des gesamten Betriebs.

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BioAktiv ist so konzipiert, dass es sich nahtlos in Ihre bestehenden Betriebsabläufe einfügt, ohne diese zu verlangsamen. Die Produkte zeichnen sich durch eine hervorragende Mischbarkeit aus und können ohne zusätzliche Arbeitsgänge direkt in der Feldspritze, im Futtermischer oder über das Güllesystem ausgebracht werden. Das schont Ihre Technik, spart wertvolle Arbeitszeit und sichert eine präzise Anwendung genau dort, wo die Wirkung im Kreislauf benötigt wird.
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100 % biologisch & geprüft: BioAktiv verzichtet komplett auf aggressive Chemie. Es basiert auf natürlichen Bestandteilen und erfüllt durch Zertifikate wie die FiBL-Listung, QS und GMP+ höchste Standards – was es absolut sicher für konventionelle und ökologische Betriebe macht.

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Humika Start
Für einen kraftvollen Start im Ackerbau und eine stabile Entwicklung von Beginn an.
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Multi PL Complex
Zur Unterstützung von Boden, Pflanze und Ertrag mit ausgewogener Nährstoffwirkung.
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Für den gezielten Einsatz zur Verbesserung der Stallluft sowie des Tierwohls.
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Neuheiten & Studien

Rapserdfloh

Ackerbau & Pflanzenbau ca. 9 Min. Lesezeit

Rapserdfloh im Raps: Befall erkennen, Bestände stärken und Schäden begrenzen

Der Rapserdfloh gehört zu den bedeutendsten Schädlingen im Winterraps. Besonders kritisch ist sein Auftreten während der empfindlichen Jugendentwicklung. Ein integriertes Vorgehen verbindet Monitoring, Bestandesführung, Bekämpfungsrichtwerte und gezielte Pflanzenstärkung.

50 % weniger Befall CorpTrails CT25-3-60DE1 · 2025
60 % weniger Befall Fuchshain · 2025
Rapserdfloh auf einer Rapspflanze
Praxisfokus Multi-PL ist ein Pflanzenstärkungsmittel und kein Insektizid. Die Versuchsergebnisse zeigen relative Befallsunterschiede unter den jeweiligen Versuchsbedingungen.

Während die erwachsenen Käfer durch ihren typischen Lochfraß auffallen, entsteht der größere Schaden häufig erst später: Die Larven dringen in Blattstiele und Triebe ein und können die Entwicklung der Rapspflanzen über den Winter beeinträchtigen.

Gleichzeitig wird das Management anspruchsvoller. Regional hohe Populationen, lange Zuflugphasen, milde Herbst- und Winterperioden sowie Resistenzen gegenüber einzelnen Wirkstoffgruppen verlangen nach einem abgestimmten System. Entscheidend sind deshalb nicht nur mögliche Pflanzenschutzmaßnahmen, sondern auch eine konsequente Überwachung, eine gute Bestandesführung und möglichst vitale Pflanzen.

Kernaussage Beim Rapserdfloh entscheidet keine Einzelmaßnahme über den Erfolg. Feldhygiene, Aussaat, Jugendentwicklung, Befallskontrolle, Bekämpfungsrichtwerte und gezielte Pflanzenstärkung müssen zusammenwirken.
Grundlagen

Was ist der Rapserdfloh?

Der Große Rapserdfloh, wissenschaftlich Psylliodes chrysocephala, ist ein kleiner, dunkel gefärbter Käfer. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihm flohartige Sprünge, denen er seinen deutschen Namen verdankt.

Nach einer Sommerruhe wandern die erwachsenen Käfer im Spätsommer und Herbst in neu auflaufende Rapsbestände ein. Dort beginnen sie mit dem Reifungsfraß. Typisch sind kleine, rundliche Fraßstellen und Löcher in Keim- und Laubblättern.

Der sichtbare Blattfraß ist jedoch nur ein Teil des Problems. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in den Boden nahe der Rapspflanzen ab. Die schlüpfenden Larven dringen anschließend in Blattstiele ein. Von dort können sie sich weiter in Richtung Haupttrieb und Vegetationskegel bewegen.

Lebenszyklus

Wie entwickelt sich der Rapserdfloh?

Der Zeitpunkt des Zuflugs hat großen Einfluss auf das Schadensrisiko. Erfolgt der Befall früh im Herbst, steht den Käfern ein längerer Zeitraum für Reifungsfraß und Eiablage zur Verfügung. Die Larven können dann bereits vor dem Winter schlüpfen und in die jungen Pflanzen eindringen.

Ein späterer Zuflug ist häufig weniger kritisch, weil sich Eiablage und Larvenentwicklung verzögern. Milde Winter können die Entwicklung allerdings verlängern. Dadurch können über einen langen Zeitraum neue Larven schlüpfen und in die Pflanzen einwandern.

01

Zuflug

Die erwachsenen Käfer verlassen ihre Sommerquartiere und besiedeln die neu auflaufenden Rapsflächen.

02

Reifungsfraß

Die Käfer fressen an Keim- und Laubblättern. Kleine Pflanzen können bei starkem Befall viel Blattfläche verlieren.

03

Eiablage

Nach der Reifungsphase legen die Weibchen ihre Eier überwiegend in den Boden in der Nähe der Pflanzen.

04

Larveneinwanderung

Die Larven schlüpfen und bohren sich in Blattstiele ein. Dort sind sie äußerlich nur schwer zu erkennen.

05

Überwinterung in der Pflanze

Die Larven können sich über den Winter innerhalb der Pflanze weiterentwickeln und später in Stängel oder Vegetationsbereiche vordringen.

Schadbild

Welche Schäden verursacht der Rapserdfloh?

Beim Rapserdfloh müssen zwei Schadensarten unterschieden werden: der sichtbare Fraß der erwachsenen Käfer und der oft wirtschaftlich bedeutendere Larvenbefall.

Erwachsene Käfer

Fraßschäden an jungen Pflanzen

Der adulte Rapserdfloh verursacht den typischen Lochfraß. Besonders gefährdet sind Rapsbestände zwischen dem Auflaufen und dem Drei-Blatt-Stadium.

  • Zerstörung großer Teile der Keimblätter
  • Verzögerte Jugendentwicklung
  • Ausfall schwacher Einzelpflanzen
  • Lückige Bestände und geringere Konkurrenzkraft
Larven

Schäden in Blattstielen und Trieben

Die Larven minieren zunächst in den Blattstielen und können anschließend bis in den Vegetationskegel vordringen.

  • Geschädigte Blattstiele und Triebe
  • Verringerte Winterfestigkeit
  • Eintrittspforten für Krankheitserreger
  • Verzögerte Frühjahrsentwicklung
  • Besenartiger Wuchs oder Pflanzenverluste
Monitoring

Wie lässt sich ein Befall erkennen?

Ein wirksames Management beginnt mit der regelmäßigen Bestandskontrolle. Eine einmalige Kontrolle reicht nicht aus, da Zuflug und Eiablage über längere Zeiträume erfolgen können.

01

Lochfraß kontrollieren

Ab dem Auflaufen sollten mehrere repräsentative Stellen des Schlages kontrolliert werden. Dabei wird geschätzt, wie viel Blattfläche durch Fraß zerstört wurde.

Besonders wichtig ist die Kontrolle an Feldrändern, in der Nähe früherer Rapsflächen, an windgeschützten Bereichen, bei langsam auflaufenden Beständen und während warmer, trockener Herbstperioden.

02

Gelbschalen aufstellen

Gelbschalen erfassen den Zuflug der erwachsenen Käfer. Sie sollten bereits vor dem Auflaufen beziehungsweise unmittelbar nach der Saat aufgestellt und regelmäßig kontrolliert werden.

Die Schalen müssen an die Bestandeshöhe angepasst werden. Sie sind ein Monitoringinstrument und sollten gemeinsam mit Pflanzenkontrollen ausgewertet werden.

03

Larvenbefall untersuchen

Ab Herbst können Blattstiele auf Larven und Fraßgänge untersucht werden. Dafür werden Pflanzen aus mehreren Bereichen des Schlages entnommen und die Blattstiele vorsichtig aufgeschnitten.

Alternativ können Austreibe- beziehungsweise Berlese-Verfahren genutzt werden. Dabei verlassen die Larven das trocknende Pflanzenmaterial und können anschließend gezählt werden.

Entscheidungshilfe

Welche Bekämpfungsrichtwerte gelten?

Die Entscheidung für eine Pflanzenschutzmaßnahme sollte nicht nach einem starren Kalendermin erfolgen. Befallsüberwachung, regionale Warndienste und anerkannte Bekämpfungsrichtwerte müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

EntwicklungsphaseKontrolleOrientierungswert
Keimblatt- bis Drei-Blatt-StadiumZerstörte Blattflächemehr als 10 %
Vier- bis Sechs-Blatt-StadiumGelbschalenfangmehr als 50–75 Käfer in drei Wochen
Herbst bis VegetationsbeginnLarvenkontrolle3–5 Larven je Pflanze
Wichtig Ein hoher Gelbschalenfang allein ist noch keine vollständige Beurteilung. Blattfraß, Pflanzenentwicklung, Zeitpunkt des Zuflugs und späterer Larvenbesatz müssen gemeinsam betrachtet werden. Regionale Empfehlungen können abweichen.
Bestandesführung

Warum vitale Rapsbestände besonders wichtig sind

Die Schadwirkung des Rapserdflohs hängt nicht nur von der Anzahl der Käfer und Larven ab. Auch der Entwicklungszustand des Rapses entscheidet darüber, wie gut der Bestand Belastungen ausgleichen kann.

Kräftige Pflanzen können neue Blattmasse schneller nachbilden, besitzen stärkere Blattstiele und erreichen früher eine ausreichende Vorwinterentwicklung. Schwache, verspätet aufgelaufene oder unter Trockenheit leidende Pflanzen reagieren dagegen deutlich empfindlicher.

Gleichmäßiger Feldaufgang
Gute Bodenstruktur
Störungsfreie Wurzelentwicklung
Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung
Ausreichende Bestandesdichte
Zügige Jugendentwicklung
Gute Wasserversorgung
Vermeidung unnötiger Wachstumsbelastungen
Ackerbauliche Maßnahmen

Vorbeugende Maßnahmen gegen hohe Befallsrisiken

Eine vollständige Verhinderung des Zuflugs ist kaum möglich. Mit ackerbaulichen Maßnahmen lassen sich Ausgangslage und Schadensrisiko jedoch beeinflussen.

  1. Ausfallraps konsequent beseitigenAusfallraps kann als Nahrungsquelle und Zwischenwirt dienen. Seine Beseitigung sollte in die Fruchtfolge- und Bodenbearbeitungsstrategie integriert werden.
  2. Feldhygiene verbessernErntereste, Spreu und Bodenkluten können Rückzugsräume bilden. Eine standortgerechte Stoppelbearbeitung kann diese reduzieren.
  3. Aussaattermin standortbezogen wählenEine sehr frühe Saat verlängert möglicherweise die Expositionszeit, eine zu späte Saat erhöht das Risiko einer schwachen Vorwinterentwicklung.
  4. Gleichmäßigen Feldaufgang sichernEin feinkrümeliges, ausreichend rückverfestigtes Saatbett und eine gleichmäßige Ablagetiefe unterstützen einen schnellen Aufgang.
  5. Bestandesdichte nicht zu knapp planenSehr dünne Bestände besitzen weniger Reserven, wenn einzelne Pflanzen stark geschädigt werden oder ausfallen.
  6. Beisaaten als ergänzenden Baustein prüfenDie Wirkung kann standort- und jahresabhängig sein. Beisaaten sollten nicht als alleiniger Schutzbaustein betrachtet werden.
  7. Zuflug lückenlos überwachenGelbschalen, Fraßkontrollen und Larvenuntersuchungen bilden die Grundlage jeder weiteren Entscheidung.
Pflanzenstärkung

Multi-PL als ergänzender Baustein im Raps

BioAktiv Professional

Multi-PL Complex

Multi-PL ist als Pflanzenstärkungsmittel für insektenanfällige Pflanzen positioniert. Der Ansatz besteht nicht darin, den Rapserdfloh wie mit einem zugelassenen Insektizid direkt zu bekämpfen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von Pflanzenvitalität und natürlicher Widerstandsfähigkeit.

EinordnungPflanzenstärkungsmittel, kein Insektizid
Aufwandmengelaut Produktinformation 1 l/ha in ca. 150 l Wasser
Anwendungnach aktueller Kennzeichnung, Spritzplan und Beratung

Das Produkt enthält unter anderem Zuckerrübenmelasse, Lavendelöl, Zimtöl, einen hydroalkoholischen Kräuterextrakt, Knoblauch, Brennnessel, Schachtelhalm, Rosmarin, Minze, Salbei, Huminsäure und ein biologisch abbaubares Haftmittel.

Multi-PL ist als ergänzender Pflanzenstärkungsbaustein zu betrachten. Es ersetzt weder Gelbschalenkontrolle, Bewertung des Lochfraßes, Larvenuntersuchung, Beachtung von Bekämpfungsrichtwerten noch eine notwendige und rechtlich zulässige Pflanzenschutzmaßnahme.

Mehr zu Multi-PL Complex
Versuchsergebnisse 2025

Zwei Versuche mit 50 % und 60 % weniger Befall

In zwei Versuchen aus dem Jahr 2025 wurden mit Multi-PL behandelte Rapsvarianten mit den jeweiligen Vergleichsvarianten ohne diese Behandlung verglichen. Beide Versuche zeigten dieselbe Richtung: In den Multi-PL-Varianten wurde ein deutlich geringerer Befall festgestellt.

2025

CorpTrails Rapsversuch

CT25-3-60DE1

50 % geringerer Befall

In der mit Multi-PL behandelten Variante wurde gegenüber der jeweiligen Vergleichsvariante eine relative Befallsreduktion von 50 Prozent ermittelt.

Unter den Bedingungen der beiden Versuche war der ermittelte Rapserdflohbefall in den mit Multi-PL behandelten Varianten um 50 beziehungsweise 60 Prozent geringer als in den jeweiligen Vergleichsvarianten.

Transparenz

Wie sollten die Versuchsergebnisse bewertet werden?

Zwei übereinstimmende Ergebnisse sind ein interessantes Praxissignal. Sie stellen jedoch keine pauschale Wirkungsgarantie für andere Standorte, Jahre, Sorten oder Befallssituationen dar.

Belastbare Aussage

In den beiden Versuchen 2025 wurde in den mit Multi-PL behandelten Varianten ein um 50 beziehungsweise 60 Prozent geringerer Befall als in den jeweiligen Vergleichsvarianten festgestellt.

Nicht ableitbar
  • Multi-PL bekämpft Rapserdflöhe wie ein Insektizid.
  • Multi-PL ersetzt notwendige Pflanzenschutzmaßnahmen.
  • Die Reduktion beträgt immer mindestens 50 Prozent.
  • Ein Rapserdflohbefall wird vollständig verhindert.

Warum absolute Werte wichtig sind

Eine relative Reduktion von 50 Prozent kann sehr unterschiedliche Ausgangssituationen beschreiben. Der Unterschied zwischen zehn und fünf Larven je Pflanze ist rechnerisch ebenso eine Halbierung wie der Unterschied zwischen zwei und einer Larve je Pflanze. Die pflanzenbauliche und wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch nicht gleich.

Empfehlung für die Versuchsdokumentation Ergänzen Sie nach Möglichkeit absolute Befallswerte, Boniturmethode, Anwendungstermin, BBCH-Stadium, Aufwandmenge, Vergleichsvariante, Wiederholungszahl sowie mögliche weitere Pflanzenschutzmaßnahmen.
Herbstmanagement

Ein möglicher Praxisablauf im Raps

Vor der Saat
  • Ausfallraps und Feldhygiene berücksichtigen
  • Standortgerechten Aussaattermin wählen
  • Saatbett und Rückverfestigung optimieren
  • Gelbschalen und Betriebsmittel vorbereiten
Ab der Saat
  • Gelbschalen aufstellen
  • Wasserstand und Fängigkeit kontrollieren
  • Schalen regelmäßig auswerten
  • Regionale Warndienstmeldungen verfolgen
Nach dem Auflaufen
  • Lochfraß an mehreren Feldstellen bewerten
  • Pflanzenzahl und Entwicklungsunterschiede dokumentieren
  • Schwache Teilflächen besonders beobachten
  • Multi-PL gemäß Spritzplan und Beratung einsetzen
Ab Oktober
  • Blattstiele auf Larven kontrollieren
  • Pflanzen aus mehreren Feldbereichen untersuchen
  • Befallswerte mit regionalen Richtwerten vergleichen
  • Notwendige Maßnahmen fachgerecht entscheiden
Vor Winter
  • Pflanzenentwicklung bewerten
  • Blattzahl und Wurzelhals kontrollieren
  • Geschädigte Teilbereiche dokumentieren
  • Behandlungsergebnisse zwischen Varianten vergleichen
Zusammenfassung

Fazit: Rapserdflohmanagement braucht mehrere Bausteine

Der Rapserdfloh bleibt eine der größten Herausforderungen im Winterraps. Sein Schadpotenzial entsteht nicht nur durch den sichtbaren Lochfraß der Käfer, sondern vor allem durch die Larven, die in Blattstielen und Trieben überwintern.

Eine erfolgreiche Strategie beginnt lange vor einer möglichen Behandlung. Feldhygiene, Saatbett, Aussaattermin, Bestandesdichte, Jugendentwicklung und eine konsequente Befallsüberwachung bilden die Grundlage.

Multi-PL kann innerhalb dieses Systems als ergänzender Baustein zur Pflanzenstärkung eingesetzt werden. Die in zwei Versuchen aus dem Jahr 2025 beobachteten Befallsunterschiede von 50 und 60 Prozent sind fachlich interessant und sprechen für eine vertiefte Prüfung unter weiteren Praxisbedingungen.

Die Ergebnisse ersetzen jedoch weder das Monitoring noch die Anwendung anerkannter Bekämpfungsrichtwerte. Entscheidend ist ein integriertes Management, das vitale Bestände fördert, unnötige Pflanzenschutzmaßnahmen vermeidet und bei tatsächlichem Handlungsbedarf gezielt reagiert.

Praxisberatung

Rapserdfloh im Bestand – wie lässt sich Multi-PL integrieren?

BioAktiv unterstützt landwirtschaftliche Betriebe bei der Einbindung von BioAktiv Professional Pflanzen und Multi-PL Complex in die betriebliche Bestandesführung.

Anwendungstermin, Kombination, Aufwandmenge und begleitende Maßnahmen sollten auf Sorte, Aussaatzeitpunkt, Entwicklungsstadium und Befallssituation abgestimmt werden.

Beratung zur Rapsanwendung anfragen
Häufige Fragen

Fragen zum Rapserdfloh

Wann tritt der Rapserdfloh im Raps auf?

Der Zuflug beginnt meist im Spätsommer und Herbst nach der Aussaat. Zeitpunkt und Stärke hängen stark von Witterung, Region und Populationsentwicklung ab.

Was ist gefährlicher: Käfer oder Larve?

Die Käfer können junge Pflanzen durch Lochfraß stark schädigen. Der größere langfristige Schaden entsteht häufig durch die Larven, die in Blattstielen und Trieben minieren.

Wie erkenne ich Rapserdflohlarven?

Die Larven sind hell gefärbt und besitzen einen dunklen Kopf sowie dunkle Körperplatten. Sie können durch Aufschneiden der Blattstiele oder mit einem Austreibeverfahren festgestellt werden.

Wann sollte eine Gelbschale aufgestellt werden?

Die Gelbschale sollte bereits zur Saat beziehungsweise spätestens vor dem Auflaufen bereitstehen, damit der Beginn des Zuflugs erfasst wird.

Reicht eine Gelbschale je Schlag aus?

Bei größeren, unregelmäßigen oder unterschiedlich exponierten Schlägen können mehrere Schalen sinnvoll sein. Randbereiche und angrenzende Altrapsflächen sollten berücksichtigt werden.

Ist Multi-PL ein Insektizid?

Nein. Multi-PL ist ein Pflanzenstärkungsmittel. Es wird zur Unterstützung von Vitalität und Widerstandsfähigkeit eingesetzt und ersetzt keine zugelassene Pflanzenschutzmaßnahme.

Bedeutet 50 Prozent weniger Befall automatisch, dass keine weitere Maßnahme erforderlich ist?

Nein. Entscheidend sind die absoluten Befallswerte und die jeweils gültigen Bekämpfungsrichtwerte. Auch ein um 50 Prozent reduzierter Befall kann noch oberhalb einer Handlungsschwelle liegen.

Mehr erfahren

Gülle aufbereiten

Gülle aufbereiten: Wie Betriebe Nährstoffe besser nutzen und die Ausbringung erleichtern

Gülle ist weit mehr als ein Reststoff aus der Tierhaltung. Richtig gelagert, aufbereitet und ausgebracht, ist sie ein wertvoller Wirtschaftsdünger. Sie liefert wichtige Pflanzennährstoffe und organische Substanz, die zur Versorgung der Kulturen und zur Bodenfruchtbarkeit beitragen kann.

Homogene Gülle in einem landwirtschaftlichen Güllelager
Praxiswissen Ganzheitliche Gülleaufbereitung beginnt im Stall und endet bei der bedarfsgerechten Ausbringung.

In der Praxis ist die Qualität der Gülle jedoch nicht immer gleichmäßig. Schwimm- und Sinkschichten, unangenehme Gerüche, eine schlechte Fließfähigkeit oder unterschiedliche Nährstoffkonzentrationen können Lagerung und Ausbringung erschweren. Eine ganzheitliche Gülleaufbereitung setzt deshalb nicht erst unmittelbar vor dem Güllefass an. Sie betrachtet den gesamten Weg – vom Stall über das Lager bis zum Boden.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was unter Gülleaufbereitung zu verstehen ist, welche Faktoren die Güllequalität beeinflussen und mit welchen Maßnahmen landwirtschaftliche Betriebe ihren Wirtschaftsdünger besser nutzbar machen können.

Praxisfokus Gute Gülle entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Fütterung, Stallmanagement, Lagerung, Homogenität, Ausbringung und Bodenbedingungen müssen zusammenspielen.

Kurz erklärt: Was bedeutet Gülle aufbereiten?

Gülle aufzubereiten bedeutet, ihre Eigenschaften für Lagerung, Förderung, Ausbringung und pflanzenbauliche Nutzung gezielt zu verbessern. Im landwirtschaftlichen Alltag geht es dabei häufig darum, die Gülle möglichst homogen und fließfähig zu halten, Schwimm- und Sinkschichten zu reduzieren, Geruchsbelastungen zu begrenzen und die enthaltenen Nährstoffe gleichmäßig auf der Fläche auszubringen.

Davon zu unterscheiden sind technische Verfahren zur Separation oder vollständigen Aufbereitung. Dabei wird Gülle beispielsweise in feste und flüssige Bestandteile getrennt oder weiterverarbeitet. Welche Form der Aufbereitung sinnvoll ist, hängt von Tierart, Güllemenge, Lagertechnik, Flächenausstattung und den betrieblichen Zielen ab.

Gülle enthält unter anderem Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium, Spurennährstoffe und organische Substanz. Ihre genaue Zusammensetzung kann jedoch deutlich schwanken. Einfluss haben beispielsweise Tierart, Fütterung, Wasseranteil, Einstreu, Futterreste sowie Art und Dauer der Lagerung.

Warum ist eine gute Güllequalität für den Betrieb wichtig?

Eine gleichmäßige Güllequalität erleichtert nicht nur das Rühren, Pumpen und Ausbringen. Sie ist auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die berechnete Güllemenge möglichst gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird.

Hat sich die Gülle im Lager stark entmischt, können einzelne Fassfüllungen unterschiedliche Anteile an Wasser, Feststoffen und Nährstoffen enthalten. Dadurch wird es schwieriger, die geplante Nährstoffmenge präzise auszubringen.

Gut homogenisierte Gülle kann mehrere Vorteile bieten:

Gleichmäßigere Verteilung der enthaltenen Nährstoffe
Bessere Pump- und Fließfähigkeit
Weniger Probleme durch Schwimm- und Sinkschichten
Einfacheres Befüllen des Güllefasses
Geringeres Risiko verstopfter Leitungen und Verteiler
Besser planbare Ausbringung
Gezieltere Nutzung als Wirtschaftsdünger

Vor der Ausbringung sollte die Gülle deshalb ausreichend homogenisiert werden. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft weist ebenfalls darauf hin, dass Gülle vor dem Befüllen des Fasses aufgerührt wird, damit eine möglichst homogene Masse gleichmäßig ausgebracht werden kann.

Die wichtigsten Einflussfaktoren entlang der Güllekette

Probleme mit der Gülle entstehen selten nur an einer Stelle. Häufig entwickeln sie sich entlang der gesamten Prozesskette. Wer die Gülle ganzheitlich aufbereiten möchte, sollte deshalb bereits im Stall beginnen.

01

Fütterung und Tierhaltung

Die Zusammensetzung der Gülle wird durch Tierart, Rationsgestaltung, Futterverwertung und Wasserverbrauch beeinflusst. Auch Futterreste, Einstreu und Reinigungswasser können die Konsistenz verändern.

Eine stabile Fütterung und eine gute Verdauung bilden daher einen wichtigen Ausgangspunkt. Je gleichmäßiger die anfallenden Ausscheidungen und je kontrollierter Fremdstoffe oder unnötige Wassermengen in das System gelangen, desto besser lässt sich die Gülle später handhaben.

02

Eintrag in Kanal und Lager

Bereits im Güllekanal können sich Feststoffe absetzen oder verhärtete Schichten bilden. Lange Fasern, Strohbestandteile und Futterreste können die Fließfähigkeit beeinträchtigen.

Auch die Bauweise der Kanäle, die Position von Abläufen und die Bewegung der Gülle haben Einfluss darauf, wie gleichmäßig das Material in das Lager gelangt. Auffällige Ablagerungen sollten deshalb nicht erst kurz vor der Ausbringung kontrolliert werden.

03

Lagerung der Gülle

Während der Lagerung laufen biologische und chemische Umsetzungsprozesse ab. Gleichzeitig können sich feste Bestandteile absetzen oder an der Oberfläche sammeln.

Eine ausgeprägte Schwimmschicht erschwert das Rühren von oben, während feste Sinkschichten das nutzbare Lagervolumen verkleinern und Pumpen oder Leitungen belasten können. Je länger solche Schichten bestehen, desto größer kann der technische Aufwand werden, sie wieder zu lösen.

04

Homogenisierung und Rührtechnik

Das Rührwerk muss zur Form des Behälters, zur Güllemenge und zur Konsistenz passen. Entscheidend ist nicht allein die Motorleistung. Auch Position, Strömungsrichtung, Rührdauer und Füllstand beeinflussen das Ergebnis.

Das Ziel besteht nicht darin, möglichst lange zu rühren, sondern eine gleichmäßige Gülle zu erzeugen, ohne unnötig Energie zu verbrauchen oder zusätzliche Emissionen freizusetzen.

Sicherheitshinweis

Beim Rühren und Bewegen von Gülle können lebensgefährliche Gase freigesetzt werden. Güllelager und Kanäle dürfen nicht ohne geeignete Sicherheitsmaßnahmen betreten werden. Während des Aufrührens ist besonders in Stallnähe auf ausreichende Lüftung, Abstand und die betrieblichen Sicherheitsvorgaben zu achten.

05

Ausbringung auf der Fläche

Eine gute Aufbereitung entfaltet ihren Nutzen erst dann vollständig, wenn auch die Ausbringung zur Kultur, zum Boden und zur Witterung passt.

Bodennahe Ausbringtechnik, kurze Zeit bis zur Einarbeitung auf unbestelltem Ackerland und geeignete Witterungsbedingungen können helfen, Ammoniakverluste zu begrenzen. Ammoniakemissionen entstehen in der Landwirtschaft insbesondere bei Haltung, Lagerung und Ausbringung stickstoffhaltiger Wirtschaftsdünger.

Die geltenden düngerechtlichen Vorgaben, Sperrzeiten, Abstände, Dokumentationspflichten und landesspezifischen Regelungen müssen unabhängig von der gewählten Gülleaufbereitung eingehalten werden.

Häufige Probleme im Güllelager

Die sichtbaren Probleme im Lager sind häufig nur Symptome. Deshalb lohnt es sich, nicht nur die aktuelle Schicht zu beseitigen, sondern auch nach ihrer Ursache zu suchen.

Schwimmschichten

Schwimmschichten können aus faserreichen Bestandteilen, Futterresten, Einstreu oder aufschwimmender organischer Masse entstehen. Je nach Stärke erschweren sie die Kontrolle des Lagerinhalts und das gleichmäßige Aufrühren.

Sinkschichten

Schwere Feststoffe können sich am Behälterboden oder in Kanälen absetzen. Mit der Zeit können daraus verdichtete Ablagerungen entstehen, die nur mit hohem technischem Aufwand gelöst werden können.

Unangenehme Gerüche

Gülle besitzt grundsätzlich einen typischen Eigengeruch. Besonders intensive oder ungewöhnliche Gerüche können jedoch auf ungünstige Umsetzungsbedingungen hinweisen. Geruch allein ist keine vollständige Qualitätsanalyse, kann aber zusammen mit Konsistenz, Farbe, Schaumbildung und Schichtbildung einen wichtigen Praxishinweis geben.

Schlechte Fließfähigkeit

Zähe oder stark entmischte Gülle belastet Pumpen, Leitungen und Verteiler. Eine ungleichmäßige Konsistenz kann außerdem dazu führen, dass die ersten und letzten Fassfüllungen unterschiedlich zusammengesetzt sind.

Schwankende Nährstoffgehalte

Nährstoffgehalte unterscheiden sich nicht nur zwischen Rinder- und Schweinegülle. Auch innerhalb eines Lagers können Unterschiede auftreten, wenn die Gülle nicht ausreichend homogenisiert wurde.

Eine repräsentative Probenahme ist deshalb nur nach sorgfältiger Durchmischung sinnvoll. Laboranalysen oder geeignete Sensortechnik können dabei helfen, die tatsächlichen Nährstoffgehalte besser in der Düngeplanung zu berücksichtigen.

Häufige Fehler bei der Gülleaufbereitung

Viele Schwierigkeiten entstehen durch kleine Abweichungen, die sich über Monate verstärken:

Das Lager wird erst unmittelbar vor der Ausbringung kontrolliert.
Schwimm- und Sinkschichten werden nur mechanisch bekämpft, ohne die Ursachen zu prüfen.
Das Rührwerk ist nicht auf Behälter und Gülle abgestimmt.
Reinigungswasser oder Niederschlagswasser gelangen unkontrolliert in das Lager.
Futterreste und langfaserige Bestandteile erhöhen den Feststoffanteil.
Gülleproben werden aus nicht ausreichend homogenisierten Lagern entnommen.
Die Ausbringmenge wird nur nach Kubikmetern und nicht nach den tatsächlichen Nährstoffgehalten geplant.
Die Gülleaufbereitung wird losgelöst von Fütterung, Stall und Boden betrachtet.

Güllemanagement beginnt im Stall und endet im Boden. Erst wenn alle Stationen zusammenspielen, wird aus Gülle ein möglichst gleichmäßiger und gezielt einsetzbarer Wirtschaftsdünger.

Praktische Maßnahmen zur ganzheitlichen Gülleaufbereitung

1

Ausgangssituation dokumentieren

Kontrollieren Sie regelmäßig Geruch, Fließfähigkeit, Schaumbildung sowie Schwimm- und Sinkschichten. Notieren Sie Veränderungen und den Zeitpunkt ihres Auftretens. Fotos können helfen, Entwicklungen über mehrere Monate zu vergleichen.

2

Einträge in das Güllesystem prüfen

Überprüfen Sie, welche Mengen an Reinigungswasser, Niederschlagswasser, Einstreu und Futterresten in das System gelangen. Nicht jeder Eintrag lässt sich vermeiden, sollte aber bei Lagerkapazität, Rührtechnik und Ausbringplanung berücksichtigt werden.

3

Rühr- und Pumptechnik abstimmen

Prüfen Sie, ob Position und Leistung des Rührwerks zur Behältergeometrie passen. Bei wiederkehrenden Totzonen oder Ablagerungen kann eine technische Anpassung wirtschaftlicher sein als häufigeres und längeres Rühren.

4

Gülle rechtzeitig homogenisieren

Warten Sie nicht, bis kurz vor der Ausbringung massive Schichten gelöst werden müssen. Eine vorausschauende Beobachtung und Behandlung kann den Arbeitsaufwand reduzieren und die Technik entlasten.

5

Nährstoffgehalte kennen

Lassen Sie die Gülle regelmäßig untersuchen und achten Sie auf eine repräsentative Probenahme. Nur wenn die tatsächlichen Werte bekannt sind, können organische und mineralische Düngung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

6

Ausbringung verlustarm planen

Stimmen Sie Ausbringzeitpunkt, Technik, Menge und Witterung aufeinander ab. Ziel ist es, die Gülle möglichst nah an den Pflanzenbedarf zu bringen und vermeidbare Nährstoffverluste zu begrenzen.

7

Biologische Prozesse gezielt unterstützen

Neben technischen und organisatorischen Maßnahmen können biologische Güllezusätze eingesetzt werden, um natürliche Umsetzungsprozesse zu unterstützen. BioAktiv bietet dafür Lösungen an, die auf eine bessere Homogenität, geringere Schichtbildung, eine verbesserte Fließfähigkeit und weniger Geruchsbelastung ausgerichtet sind. Die Auswahl und Dosierung sollte immer zur Tierart, Güllemenge, Lagertechnik und konkreten Betriebssituation passen.

Lösungen für Gülle und Kompostierung
8

Ergebnisse kontrollieren

Bewerten Sie eine Maßnahme nicht nur anhand eines einzelnen Eindrucks. Sinnvolle Kontrollpunkte sind beispielsweise:

  • Entwicklung von Schwimm- und Sinkschichten
  • Erforderliche Rührdauer
  • Energieaufwand
  • Pumpfähigkeit
  • Verstopfungen an Leitungen oder Verteilern
  • Geruchsentwicklung
  • Gleichmäßigkeit der Ausbringung
  • Ergebnisse von Gülle- und Bodenanalysen

Fazit: Gülleaufbereitung ist Kreislaufmanagement

Gülle ganzheitlich aufzubereiten bedeutet, mehr zu betrachten als den Inhalt des Güllebehälters. Fütterung, Stall, Einträge in das System, Lagerung, Rührtechnik, Nährstoffanalyse, Ausbringung und Bodenwirkung gehören zusammen.

Wer diese Bereiche regelmäßig kontrolliert und aufeinander abstimmt, schafft bessere Voraussetzungen für eine homogene und fließfähige Gülle, einen störungsärmeren Technikeinsatz und eine gezieltere Nutzung der enthaltenen Nährstoffe.

Dabei gibt es keine pauschale Lösung für jeden Betrieb. Rinder- und Schweinegülle, unterschiedliche Stallsysteme, Lagerbehälter und Ausbringtechniken stellen jeweils andere Anforderungen. Entscheidend ist deshalb ein Güllemanagement, das zur individuellen Betriebssituation passt und seine Ergebnisse regelmäßig überprüft.

Praxisberatung

Sie möchten Ihre Gülle gezielt aufbereiten?

BioAktiv unterstützt landwirtschaftliche Betriebe mit praxisnahen Lösungen für Güllemanagement, Tierhaltung, Pflanzenbau und betriebliche Nährstoffkreisläufe.

Welche Anwendung geeignet ist, hängt von Tierart, Güllemenge, Lagerung und der konkreten Herausforderung im Betrieb ab.

Beratung anfragen

Fragen zur Gülleaufbereitung

Was versteht man unter Gülleaufbereitung?

Unter Gülleaufbereitung werden Maßnahmen verstanden, die Lagerung, Homogenität, Fließfähigkeit, Ausbringung oder Nährstoffnutzung verbessern sollen. Dazu gehören betriebliche, biologische und technische Verfahren.

Warum sollte Gülle vor der Ausbringung homogenisiert werden?

Durch die Homogenisierung werden Flüssigkeit, Feststoffe und Nährstoffe möglichst gleichmäßig verteilt. Dadurch können unterschiedliche Fassfüllungen gleichmäßiger zusammengesetzt sein und präziser ausgebracht werden.

Wie entstehen Schwimm- und Sinkschichten?

Schwimmschichten entstehen häufig durch leichte, faserreiche oder aufschwimmende organische Bestandteile. Schwerere Feststoffe können sich am Boden absetzen und Sinkschichten bilden. Fütterung, Einstreu, Fremdstoffe, Lagerdauer und Bewegung der Gülle beeinflussen die Schichtbildung.

Kann Gülleaufbereitung den Geruch reduzieren?

Eine gezielte Aufbereitung kann ungünstige Umsetzungsprozesse und damit die Geruchsbelastung beeinflussen. Vollständig geruchsfrei wird Gülle dadurch in der Regel nicht. Auch Lagerung, Temperatur, Rühren und Ausbringtechnik spielen eine wichtige Rolle.

Wann sollte eine Gülleprobe genommen werden?

Eine Probe sollte aus möglichst vollständig homogenisierter Gülle entnommen werden. Nur dann lässt sich das Ergebnis sinnvoll für Düngeplanung und Ausbringmenge verwenden.

Eignet sich Gülleaufbereitung für jeden Betrieb?

Grundsätzlich können alle Betriebe ihr Güllemanagement optimieren. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch von Tierart, Gülleeigenschaften, Lagertechnik, Betriebsgröße und den vorhandenen Problemen ab.

Was ist der Unterschied zwischen Gülleaufbereitung und Gülleseparation?

Bei der betrieblichen Gülleaufbereitung soll die vorhandene Gülle meist besser lager-, pump- und ausbringbar werden. Bei der Separation wird sie technisch in eine feste und eine flüssige Fraktion getrennt.

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Mehr Wurzelmasse im Winterweizen

Winterweizen Praxisversuch zur Wurzellänge mit BioAktiv Professional Pflanzen
BioAktiv Praxisversuch aus dem Feld

Mehr Wurzelmasse im Winterweizen

Im Praxisversuch mit Winterweizen wurde die Wurzellänge behandelter Pflanzen mit einer Kontrollfläche verglichen. Das Ergebnis: sichtbar stärkere Wurzelbildung, mehr Feinwurzeln und eine messbare Zunahme der Wurzeln.

Winterweizen Sorte Chevignon 9 ha Versuchsfläche 2023
Das Versuchsergebnis

29,49 % mehr Wurzeln durch BioAktiv

Die behandelten Weizenpflanzen bildeten längere Wurzeln mit deutlich mehr Seiten- und Feinwurzeln. Die Messung bestätigte den visuellen Eindruck: Im Versuch ergab sich eine Zunahme der Wurzeln um 29,49 %.

01

Längere Wurzeln

Die behandelten Pflanzen zeigten eine stärkere Wurzelentwicklung gegenüber der Kontrolle.

02

Mehr Feinwurzeln

Besonders auffällig war die stärkere Ausbildung von Seiten- und Feinwurzeln.

03

+29,49 % Wurzeln

Die Auswertung ergab eine dokumentierte Zunahme der Wurzeln um 29,49 %.

Gemessene Wurzelzunahme +29,49 %

Mehr Feinwurzeln können den Start ins Wachstum unterstützen, die Nährstoffaufnahme verbessern und die Vitalität sowie Stressresistenz der Kultur fördern.

Versuchsaufbau

Praxisversuch Weizen – Bestimmung der Wurzellänge

Der Versuch wurde mit Winterweizen der Sorte Chevignon durchgeführt. Verglichen wurden eine BioAktiv-Versuchsfläche und eine unbehandelte Kontrollfläche.

Weizenwurzeln im Vergleich BioAktiv und Kontrolle
Praxisversuch 2023

Versuchsdaten

KulturWinterweizen
SorteChevignon
Aussaat12.10.2022
Versuchsfläche9 ha
Kontrollfläche1 ha
Anwendung04.11.2022
PartnerRaiffeisen-Waren Ringe-Wielen-Georgsdorf

BioAktiv-Anwendung

  • 1 kg/ha BioAktiv Professional Pflanzen im Herbst
  • Nachbehandlung im Frühjahr mit 0,5 kg/ha
  • Vergleich mit unbehandelter Kontrollfläche

Vergleich der durchschnittlichen Wurzellänge (cm)

149,1
102,1
1
120,7
106,8
2
144,7
87,7
3
128,5
113,9
4
105,6
90,4
5
BioAktiv Professional
Kontrolle
Messung der Wurzellänge

Vom Wurzelbild zur Messung

Untersuchung

Im Februar 2023 wurden je fünf behandelte und unbehandelte Weizenpflanzen entnommen und visuell hinsichtlich ihrer Wurzeln betrachtet.

Auswertung

  • Wurzeln wurden auf einen Scanner gelegt
  • Das Wurzelbild wurde digital erfasst
  • Die Wurzellänge wurde mit Assess 2.0 berechnet
  • Die gesamte Wurzelfläche je Pflanze wurde zur Wurzellänge zusammenaddiert

Dadurch wurde der sichtbare Unterschied zwischen BioAktiv-Variante und Kontrolle messbar gemacht.

Direkter Vergleich

BioAktiv-Variante und Kontrolle im Überblick

Die wichtigsten Beobachtungen aus der Versuchsauswertung auf einen Blick.

BioAktiv

Behandelte Pflanzen

  • Längere Wurzeln
  • Mehr Seitenwurzeln
  • Mehr Feinwurzeln
  • Mehr Wurzelmasse
  • +29,49 % Wurzelzunahme
Kontrolle

Unbehandelte Pflanzen

  • Geringere Wurzellänge
  • Weniger sichtbare Feinwurzelbildung
  • Schwächeres Wurzelbild
  • Geringere Wurzelmasse
  • Weniger Bodenerschließung
Eingesetztes Produkt

BioAktiv Professional Pflanzen

Im Praxisversuch wurde BioAktiv Professional Pflanzen mit 1 kg/ha im Herbst eingesetzt. Eine Nachbehandlung im Frühjahr erfolgte beziehungsweise war mit 0,5 kg/ha vorgesehen.

Einordnung

Praxisversuch unter Feldbedingungen

Dieser Bericht zeigt die Ergebnisse eines Praxisversuchs mit Winterweizen. Die Resultate beziehen sich auf die dokumentierten Bedingungen der Versuchsfläche.

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Gesunde Bestände trotz Hitze

Josef Kiefl im Getreidebestand
BioAktiv Praxisbericht aus dem Feld

Gesunde Bestände trotz Hitze

Josef Kiefl aus Lam berichtet über Hafer „Max“ und Sommergerste in der Erntesaison 2026: kräftige Bestände, aktive Bodenbiologie und sichtbare Feinwurzelentwicklung.

Hafer „Max“ Sommergerste Lam Erntesaison 2026
Das Praxisbild

Zwei Kulturen, ein gemeinsames Ergebnis

Trotz anhaltender Hitze entwickelten sich Hafer und Sommergerste kräftig und gesund. Besonders auffällig waren die ausgeprägte Feinwurzelbildung und die gute, krümelige Bodenstruktur.

01

Gesunde Bestände

Hafer und Sommergerste standen trotz Hitze stabil und vital im Feld.

02

Aktive Bodenbiologie

Feinwurzeln, Krümelstruktur und lebendiges Bodenbild waren deutlich sichtbar.

03

Kein Fungizidbedarf

In der Praxis wurde bislang kein Fungizideinsatz beobachtet.

„Der Hafer steht trotz der Hitze richtig gut da. Man sieht das schon an den Wurzeln – der Boden arbeitet mit.“

Josef Kiefl, Lam
Praxisdaten

Hafer und Sommergerste im Überblick

Die beiden Flächen zeigen, wie BioAktiv-Produkte in der Praxis angewendet wurden.

Hafer Max Praxisbestand Josef Kiefl
Praxisbericht 1

Hafer „Max“

KulturHafer, Sorte Max
Fläche1,7 ha
VorfruchtZwischenfrucht-Mischung
BodenbearbeitungScheibenegge, 1 Überfahrt

BioAktiv-Anwendung

  • 1 l/ha HumiKA Start nach Zwischenfrucht
  • 1 kg/ha BioAktiv Pflanze Ende April
  • 1 l/ha Vita Full Complex am 1. Juni

Beobachtungen

Sehr gesunder Bestand, gute krümelige Bodenstruktur, ausgeprägte Feinwurzelentwicklung und unkomplizierte Anwendung in der Praxis.

Sommergerste Praxisbestand Josef Kiefl
Praxisbericht 2

Sommergerste

KulturSommergerste
Fläche2,4 ha
VorfruchtKleegras
Organische DüngungMist im Herbst

BioAktiv-Anwendung

  • 1 l/ha HumiKA Start vor Aussaat
  • 1 kg/ha BioAktiv Pflanze Anfang Mai
  • 1 l/ha Vita Full Complex zur weiteren Stärkung geplant

Beobachtungen

Sehr gute Jugendentwicklung, ausgeprägte Krümelstruktur, viele Feinwurzeln und ein Bodenbild mit charakteristischem Waldboden-Geruch.

„Wenn der Boden nach Wald riecht, macht man was richtig. Die Gerste hat sich trotz der Hitze prächtig entwickelt – und ein Fungizid brauchte ich bisher nicht.“

Josef Kiefl, Lam
Eingesetzte Produkte

Die BioAktiv-Systemlösung im Praxisbericht

Im Bericht wurden HumiKA Start, BioAktiv Pflanzen und Vita Full Complex eingesetzt.

Einordnung

Praxisbeobachtung aus der Erntesaison 2026

Dieser Bericht zeigt Beobachtungen auf den Flächen von Josef Kiefl in Lam. Ertragsdaten werden nach der Ernte ergänzt.

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Zuckerrüben im Feldvergleich

Zuckerrüben Praxisversuch mit BioAktiv Professional Pflanzen
BioAktiv Praxisversuch aus dem Feld

Zuckerrüben im Feldvergleich

Im Praxisversuch in Jesewitz wurde BioAktiv Professional Pflanzen in Zuckerrüben eingesetzt. Die behandelte Fläche zeigte eine bessere Bodenstruktur, vitalere Pflanzen und einen höheren Brix-Wert.

Zuckerrüben Jesewitz 25 ha Versuchsfläche 2019
Das Versuchsergebnis

Vitalerer Bestand und ca. 9 % höherer Brix-Wert

Die BioAktiv-Versuchsfläche zeigte im Vergleich zur Kontrolle eine lockerere Bodenstruktur, größere Rübenkörper, einen dunkelgrüneren Pflanzenbestand und eine gleichmäßigere Bestandsentwicklung.

01

Bessere Bodenstruktur

Die BioAktiv-Fläche zeigte einen lockereren und porigeren Boden.

02

Größere Rübenkörper

Die Pflanzen waren deutlich größer und zeigten einen längeren Rübenkörper.

03

+9 % Brix-Wert

Die Brix-Wert-Messung zeigte eine Steigerung von ca. 9 % durch BioAktiv.

Brix-Wert-Messung +9 %

Im Praxisversuch lag der gemessene Brix-Wert der BioAktiv-Variante über dem Wert der Kontrollfläche.

Versuchsaufbau

Zuckerrüben-Praxisversuch in Jesewitz

Der Versuch wurde bei Gabriele und Dieter Laufer in Jesewitz OT Wöllmen durchgeführt. Verglichen wurde eine BioAktiv-Versuchsfläche mit einer Kontrollfläche.

Zuckerrüben Vergleich BioAktiv und Kontrolle
Praxisversuch 2019

Versuchsdaten

KulturZuckerrüben
SortenAnne-Laura, Marley, Danicia
Fläche35,5 ha
Versuchsfläche25 ha
Kontrollfläche10,5 ha
Aussaat23.03.2019
Behandlung22.05.2019

BioAktiv-Anwendung

  • 1,2 kg/ha BioAktiv Professional Pflanzen
  • Einsatz in Zuckerrüben
  • Vergleich mit unbehandelter Kontrollfläche
Luftbild Zuckerrüben BioAktiv Fläche und Kontrollfläche
BioAktiv vs. Kontrolle

Sichtbarer Unterschied im Bestand

Versuchsfläche mit BioAktiv

  • Bessere Bodenstruktur, lockerer und poriger Boden
  • Pflanzen deutlich größer mit langem Rübenkörper
  • Dunkelgrüner Pflanzenbestand
  • Gleichmäßiger und homogener Bestand

Kontrollfläche

  • Starke Verdichtung des Bodens
  • Kleinere Rübenkörper
  • Sehr heller Pflanzenbestand
  • Ungleichmäßiger Pflanzenbestand

Der Vergleich zeigt ein deutlich vitaleres Pflanzenbild auf der mit BioAktiv behandelten Fläche.

Direkter Feldvergleich

BioAktiv-Fläche und Kontrolle im Überblick

Die wichtigsten Beobachtungen aus der Versuchsauswertung auf einen Blick.

BioAktiv

Versuchsfläche

  • Lockerer, poriger Boden
  • Größere Pflanzen
  • Langer Rübenkörper
  • Dunkelgrüner Bestand
  • Homogene Entwicklung
Kontrolle

Kontrollfläche

  • Starke Bodenverdichtung
  • Kleinere Rübenkörper
  • Heller Pflanzenbestand
  • Ungleichmäßiger Bestand
  • Schwächere Wasser- und Nährstoffversorgung
Eingesetztes Produkt

BioAktiv Professional Pflanzen

Im Praxisversuch wurde BioAktiv Professional Pflanzen mit einer Aufwandmenge von 1,2 kg/ha eingesetzt.

Einordnung

Praxisversuch unter Feldbedingungen

Dieser Bericht zeigt die Ergebnisse eines Praxisversuchs mit Zuckerrüben aus dem Jahr 2019. Die Resultate beziehen sich auf die dokumentierten Bedingungen am Standort Jesewitz.

versuche pflanze
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Projektwoche Bodenbiologie: 120 Kinder erforschen das Leben unter unseren Füßen

Insgesamt rund 120 Kinder tauchten mit großem Forschergeist in die faszinierende Welt der Bodenbiologie ein.

Im Mittelpunkt stand die Frage, warum gesunde Böden so wichtig für Landwirtschaft, Ernährung und unser tägliches Leben sind. Die Kinder lernten, dass Boden viel mehr ist als nur Erde: Er ist Lebensraum für unzählige Mikroorganismen, Regenwürmer, Pilze und Pflanzen – und damit eine wichtige Grundlage für fruchtbare Felder, gesunde Lebensmittel und stabile Ökosysteme.

Während der Projekttage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler unter anderem mit folgenden Themen:

Landwirtschaft & Ernährung:
Wie hängt unser Essen mit dem Boden zusammen?

Bodenmikroben:
Welche kleinen Helfer leben im Boden und warum sind sie so wichtig?

Humusformen:
Woran erkennt man fruchtbaren Boden?

Regenwürmer & Pilze:
Warum sind sie echte Bodenhelden?

Bodengeruch & Zeigerpflanzen:
Was kann man durch Riechen, Beobachten und genaues Hinsehen über einen Boden lernen?

Mit vielen praktischen Aufgaben, Beobachtungen und Experimenten konnten die Kinder den Boden aktiv entdecken. Besonders schön war zu sehen, mit welcher Neugier und Begeisterung sie Fragen stellten, Proben untersuchten und Zusammenhänge verstanden.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Boden-(Ur)Kunde als Anerkennung für die erfolgreich absolvierte Projektwoche. Damit wurde nicht nur das neue Wissen gewürdigt, sondern auch die wichtige Botschaft weitergegeben:

Unsere Böden sind die Grundlage allen Lebens. Wer den Boden versteht, lernt auch, ihn zu schützen.

Für uns war die Projektwoche ein voller Erfolg – mit vielen neugierigen Fragen, leuchtenden Augen und hoffentlich 120 jungen Bodenbotschafterinnen und Bodenbotschaftern.

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